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Schwimmunterricht 2025: Die Prioritäten

Von Shiva de Winter · 1. Januar 2025

Ursprünglich auf LinkedIn veröffentlicht am 1. Januar 2025 · von Shiva de Winter, De WaterExpert.

Schwimmunterricht spielt eine entscheidende Rolle für die Sicherheit und Entwicklung von Kindern. In Diskussionen wird seine Bedeutung jedoch oft mit der von Schwimmbädern im Allgemeinen über einen Kamm geschoren. Es ist wichtig, hier klar zu unterscheiden, denn Schwimmunterricht und der Betrieb von Schwimmbädern sind nicht dasselbe. In den Niederlanden gibt es drei große Akteure, die den Schwimmunterricht anbieten:

  1. Kommunale Sportbetriebe, die mit mietenden Vereinen zusammenarbeiten.

  2. Halbkommerzielle Betreiber, die kommunale Schwimmbäder bewirtschaften.

  3. Kommerzielle Schwimmschulen, die vollständig eigenständig und ohne Subventionen oder finanzielle Unterstützung arbeiten.

Jede dieser drei Gruppen steht vor eigenen Herausforderungen, doch die kommerziellen Schwimmschulen sehen sich einzigartigen Hürden gegenüber. Kommunale Sportbetriebe und halbkommerzielle Betreiber erhalten häufig Subventionen, Zuschüsse oder andere finanzielle Unterstützung. Das ermöglicht es ihnen, die Preise für den Schwimmunterricht relativ stabil zu halten – selbst bei steigenden Kosten. Kommerzielle Schwimmschulen hingegen müssen sämtliche Ausgaben – etwa Mieterhöhungen, höhere Personalkosten und mögliche Steuererhöhungen – direkt an die Eltern weitergeben.

Genau hier liegt der Kern des Problems: Während andere Anbieter Kosten durch Subventionen oder angepasste Preisvereinbarungen auffangen können, sind kommerzielle Schwimmschulen vollständig auf ihre eigenen Einnahmen angewiesen. Das erschwert es ihnen, weiterhin bezahlbaren Schwimmunterricht anzubieten – gerade jetzt, wo die allgemeinen Kosten kontinuierlich steigen.

Schwimmunterrichtsarmut und die Zukunft

In der öffentlichen Debatte ist immer häufiger von „Schwimmunterrichtsarmut“ die Rede – der Situation, in der nicht alle Kinder aufgrund finanzieller Barrieren Zugang zum Schwimmunterricht haben. Zugleich wird der Gedanke aufgeworfen, Schwimmunterricht und Schwimmbäder als wesentlichen Bestandteil der Infrastruktur zu betrachten. Das klingt nach einem guten Schritt nach vorne – aber nur, wenn wir auch ehrlich betrachten, wie dieser essenzielle Status in der Praxis umgesetzt wird.

Eine wesentliche Einrichtung ist erst dann wirklich wirksam, wenn sie für alle zugänglich ist – unabhängig vom Anbieter. Das bedeutet, dass wir die Rolle der kommerziellen Schwimmschulen nicht übersehen dürfen. Wenn nur kommunale und halbkommerzielle Schwimmbäder unterstützt werden, während kommerzielle Schwimmschulen die steigenden Kosten weiterhin selbst tragen müssen, verfehlen wir unser Ziel. Um Schwimmunterricht für alle Kinder zugänglich zu machen, braucht es ein System, in dem alle Anbieter – vom kommunalen Sportbetrieb bis zur kommerziellen Schwimmschule – fair behandelt werden und angemessene Vergütungen erhalten.

Wie könnte das aussehen?

Eine mögliche Lösung wäre die Einrichtung eines nationalen Fonds für Schwimmunterricht, der die Kosten für Eltern senkt und zugleich alle Anbieter unterstützt. Dieser Fonds könnte dazu dienen, die Qualität und Zugänglichkeit des Schwimmunterrichts zu sichern – unabhängig davon, wo der Unterricht stattfindet. Darüber hinaus ist es wichtig, weiterhin Standards zu entwickeln, die dafür sorgen, dass Kinder nicht nur schwimmen lernen, sondern auch wirklich wassersicher werden.

Die Herausforderung für 2025

Das kommende Jahr wird im Zeichen der Zusammenarbeit und der Suche nach Lösungen stehen. Ich bin überzeugt, dass wir mit dem richtigen Ansatz ein faires und wirksames System schaffen können, in dem Schwimmunterricht für alle zugänglich ist. Das erfordert jedoch das Engagement aller Beteiligten: politische Entscheidungsträger, Kommunen, Schwimmschulen und Eltern.

Als Experte für Schwimmsicherheit sehe ich es als meine Mission, zu diesem Wandel beizutragen. Schwimmunterricht ist mehr als eine praktische Fähigkeit – er ist eine lebensrettende Investition in die Zukunft unserer Kinder. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass kein Kind am Rand stehen bleiben muss.

Sind Sie bereit für 2025?

Ich bin bereit, diese Herausforderung anzunehmen. Gemeinsam können wir dafür sorgen, dass die Schwimmsicherheit in den Niederlanden die Priorität bekommt, die sie verdient. Machen Sie mit?

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