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Verständnis für Eltern, die keinen Schwimmunterricht bezahlen können: Verantwortung und Fürsorgepflicht in der Schwimmbranche

Von Shiva de Winter · 23. Mai 2024

Ursprünglich auf LinkedIn veröffentlicht am 23. Mai 2024 · von Shiva de Winter, De WaterExpert.

Wer ist für den Schwimmunterricht verantwortlich?

Die Frage, wer für den Schwimmunterricht verantwortlich ist, sorgt für viel Diskussionsstoff. Wer trägt die Verantwortung und wer übernimmt die Kosten? Einfach zu sagen, dass in jedem Fall die Eltern verantwortlich sind, mag zwar zutreffen, wird aber dem Gefühl vieler Eltern nicht gerecht, die sich nicht gehört oder verstanden fühlen. Deshalb möchte ich das Thema Schwimmunterricht vertiefen und neben der Verantwortung der Eltern auch die Fürsorgepflicht des Staates beleuchten.

Die wichtige Rolle des Schwimmunterrichts

Der Schwimmunterricht ist seit Jahren fest in der Erziehung von Kindern verankert. Manche haben von ihren Eltern in einem Fluss schwimmen gelernt, andere über die Schule und wieder andere in einem Schwimmbad, einem Schwimmverein oder einer Schwimmschule. Es gibt die unterschiedlichsten Orte, an denen Schwimmunterricht angeboten wird – von Hotels und Saunen über Pflegezentren bis hin zum Meer. Das Ziel ist jedoch überall dasselbe: Kinder schwimmfähig zu machen. Doch schwimmfähig zu sein bedeutet nicht automatisch, auch schwimmsicher zu sein.

Die Aufteilung in der Schwimmbranche

In den Niederlanden gibt es vier Arten von Schwimmunterrichtsanbietern in einer breit aufgestellten Schwimmbranche:

1. Kommunale Anbieter: Diese werden vollständig aus öffentlichen Mitteln und den Einnahmen des Bades finanziert.

2. Halbkommerzielle Anbieter: Kommerzielle Betreiber, die über Betriebszuschüsse nahezu kostenlos kommunale Immobilien nutzen und dadurch Gewinne erzielen können.

3. Kommerzielle Schwimmschulen und Schwimmbäder: Diese tragen alle Kosten und Einnahmen selbst. Der Wettbewerb ist schwierig, da die zahlreichen Subventionen für andere Parteien deren monatliche Kosten künstlich niedrig halten. Dadurch ist der Kontrast bei den Schwimmkosten als extrem zu bezeichnen.

4. ⁠**Vereine mit Hunderten von Freiwilligen, die sich Woche für Woche um Tausende von Kindern kümmern, die dort Schwimmunterricht erhalten.

Die Kosten pro Stunde schwanken bei all diesen Anbietern zwischen 6,50 € und über 30 € pro Stunde. Für die durchschnittlichen Eltern ist es kaum nachvollziehbar, was sie wählen sollen – sofern sie überhaupt wissen, dass es eine Wahl gibt. Für diejenigen, die kaum über die Runden kommen, ist es ein unfairer Weg, ihr Kind bei einem Anbieter ihrer Wahl zum Schwimmunterricht anzumelden.

Finanzielle Unterstützung für den Schwimmunterricht

Neben der Verantwortung der Eltern werden Eltern, die finanziell nicht über die Runden kommen, häufig an den Staat verwiesen. Der Jeugdfonds Sport en Cultuur und die Stichting Leergeld sind Organisationen, die einspringen können, wenn Eltern es finanziell nicht schaffen, den Schwimmunterricht zu bezahlen. Es ist ein löbliches Bestreben der Behörden, diesen Stiftungen Mittel zur Verfügung zu stellen, damit Eltern die Möglichkeit haben, Schwimmunterricht für ihr Kind in Anspruch zu nehmen. Doch durch die Beschränkungen, die manche Kommunen auferlegen, wird daraus eine Art „versteckte“ staatliche Subvention – ist das eigentlich fair?

Diese Stiftungen sind wiederum von der Kommune abhängig und müssen deren Vorgaben befolgen. Eine Kommune kann also darüber entscheiden, ob eine Stiftung mit einem bestimmten Schwimmunterrichtsanbieter zusammenarbeiten darf. Die Praxis zeigt, dass ein Teil der Kommunen ausschließlich möchte, dass diese Stiftungen mit den kommunalen Bädern kooperieren, wodurch viele Anbieter ausgeschlossen werden. Das schafft Ungerechtigkeit – sowohl für die Eltern als auch für die Schwimmunterrichtsanbieter.

Die Rolle des Staates

Es liegt an Den Haag, gegen diesen landesweiten Trend der Kommunen einzuschreiten. Auch wenn ich persönlich der Meinung bin, dass die Eltern immer die Verantwortung tragen, finde ich auch, dass der Staat seiner Verantwortung nachkommen muss. Organisationen wie der Jeugdfonds Sport en Cultuur und die Stichting Kinderhulp sollten keinem Verbot unterliegen, mit anderen Parteien als den kommunalen Bädern zusammenzuarbeiten.

Gemeinsam Verantwortung übernehmen

Der Schwimmunterricht ist ein Anliegen für uns alle. Lassen Sie uns daher auch alle unsere Verantwortung übernehmen. Zeigen wir Verständnis für Eltern, die es finanziell schwer haben, und sorgen wir dafür, dass jedes Kind die Chance bekommt, sicher schwimmen zu lernen.

Reaktionen und Diskussion

Ich lade jeden ein, seine Meinung zu teilen und über dieses Thema zu diskutieren. Was halten Sie von der aktuellen Situation? Was könnte besser laufen? Streben wir gemeinsam nach einem fairen und zugänglichen System für den Schwimmunterricht in den Niederlanden.

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