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KNZB düpiert hart arbeitende Freiwillige und buhlt um gleiche oder höhere Fördermittel

Von Shiva de Winter · 3. August 2021

Ursprünglich auf LinkedIn veröffentlicht am 3. August 2021 · von Shiva de Winter, De WaterExpert.

Technischer Direktor André Cats vom Schwimmverband KNZB (Koninklijke Nederlandse Zwembond) rechnet damit, dass der Sportdachverband NOC*NSF den jährlichen Spitzensportbeitrag für die Schwimmmannschaft aufrechterhält. Das ist ein schönes Ziel – doch deckt es sich wirklich mit den Aussagen von André Cats, also dem Schwimmverband, und der Mission von NOC*NSF?

In der vergangenen Woche äußerte sich André Cats im Namen des KNZB zur Zukunft des Wettkampfsports. Gegenüber einem Journalisten erklärte er Anfang dieser Woche Folgendes: „Unsere Spitzensportprogramme können sich mit jedem Land der Welt messen, doch unsere Vereine haben nach wie vor nur begrenzte Möglichkeiten. Wir müssen in den kommenden Jahren von der Freiwilligenkultur in den Vereinen wegkommen. In anderen Ländern stehen dort längst echte Profis am Beckenrand.“

Nimmt man die Mission und Vision von NOC*NSF zur Hand, tritt ein Punkt klar hervor. NOC*NSF: „Unsere Mission: Optimale Sportbedingungen für alle in den Niederlanden. Unsere Mission ist es, optimale Sportbedingungen für alle zu schaffen: vom Freizeitsportler bis zum Spitzensportler, vom Sportler mit Behinderung bis zum Freiwilligen und Fan.“

NOC*NSF steht also auch für die harte Arbeit der Freiwilligen. Aus meiner Sicht sind sie das Fundament des Wettkampfsports. Dort, wo alles beginnt, wird im Schwimmbad Stunde um Stunde trainiert – unter der Anleitung von Freiwilligen. Diese Menschen sind keineswegs beliebige Helfer. Darunter finden sich diplomierte Fachkräfte, Profis und Eltern. Gemeinsam sorgen sie dafür, dass der Nachwuchs den Sprung ins Professionelle schaffen kann. Sobald es dann so weit ist, dürfen die Talente, die aus einem Verein stammen, dort nicht mehr trainieren und müssen sich im Trainingszentrum melden. Dort stehen sie unter der Aufsicht unter anderem des KNZB.

Betrachtet man das Ganze im Überblick, sind Freiwillige also lebenswichtig für den Schwimmsport. So auch bei Vereinen, die Schwimmunterricht anbieten. Dort engagieren sich Menschen selbstlos, um so vielen Kindern wie möglich das Schwimmen beizubringen. Hinzu kommen die vielen Freiwilligen, die die active lifeguard supervision übernehmen.

Der KNZB setzt die Schachfiguren in die falsche Richtung. Die Erkenntnis, dass Menschen den Sport ausmachen und sich das nicht einfach vom Schreibtisch aus inszenieren lässt, ist noch nicht ganz durchgedrungen. Ich selbst habe mehrfach – wenn es um den Schwimmunterricht ging – hochrangige Verbandsmitglieder gefragt: „Steht ihr eigentlich auch mal selbst in der Badehose im Wasser? Habt ihr eine Vorstellung davon, was dort am Beckenboden passiert und wie wichtig die Arbeit ist, die dort geleistet wird?“

Der KNZB muss genau in den Spiegel schauen: Die Schwimmsicherheit, auf die er abzielt, und der Spitzensport, für den er sich einsetzt, werden von Menschen getragen. Diese Menschen kann man nicht im Regen stehen lassen. Zudem stellt sich die Frage, wie NOC*NSF diese Kursänderung des KNZB bewertet, mit der der eigenen Mission widersprochen wird.

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